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»Koma« von Georg Friedrich Haas und Händl Klaus ist die beste Uraufführung des Jahres

29.09.2016 – Nach der Umfrage der Zeitschrift Opernwelt unter 50 Kritiker_innen aus Europa und den USA zur Spielzeit 2015/2016 ist Koma die »Uraufführung des Jahres«. Die Oper mit Musik von Georg Friedrich Haas und dem Libretto von Händl Klaus ist im Auftrag der Schwetzinger SWR Festspiele entstanden. Sie wurde im Mai 2016 in Koproduktion mit dem Staatstheater Darmstadt in Schwetzingen uraufgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Jahrbuch »Oper 2016« veröffentlicht.

»Ein erschütternd reales Musiktheater wurde da geboren. Dieser Stoff tut weh – und not. Mit der radikalen Direktheit und Reduktion seiner Sprache spürt Händl Klaus einem hochpoetischen Klang der Worte nach. Alles dreht sich hier um Krankheit, Sterben und Tod, also vielleicht die letzten großen Tabus der westlichen Gesellschaften.« (NZZ)

»Ergriffenheit ringsum ... Die Lebensform vergeht, der Lebenssinn erlischt, und es bleiben nicht mehr als Fragmente übrig: Silben bei Händl Klaus, gebrochenes Material bei Haas. Vom Übergang vom Leben ins Nichts handelt Koma, zwei Stunden, keine Pause, und Atemholen beim Zuschauer ist eigentlich auch nicht so recht vorgesehen.« (Stuttgarter Zeitung)

»Eine intensive Meditation über den Tod und das Sterben ... Händl Klaus scheut sich auch nicht, en passant den geheimen Wunsch der Verwandten einzustreuen, der Zustand der Schwebe möge endlich beendet werden - und sei es durch den Tod. Das alles wird völlig unprätentiös erzählt, obgleich hinter den Erzählungen immer wieder versteckte Ungeheuerlichkeiten lauern.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)