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Martin Crimps »Schlafende Männer« uraufgeführt

07.05.2018 – Am 17.03.2018 war in der Regie von Katie Mitchell die Uraufführung von Martin Crimps Schlafende Männer am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Ein «elegantes Kammerspiel» (Süddeutsche Zeitung) und «well-made play to end all well-made plays» (Nachtkritik), dessen Grundkonstellation hinlänglich bekannt ist, von August Strindberg bis zu Edward Albee: «Reifes Paar trifft junges Paar, und die Kampfzonen mischen sich schnell im Getümmel der Geschlechter und Generationen … In seinem filigran gestrickten Stück spielt Martin Crimp virtuos mit den Motiven. » (Deutschlandfunk Kultur)

«Ein rätselhaftes, beunruhigendes Nachtstück als Albtraum zwischenmenschlicher Beziehungen … Es geht um angestauten Hass, Bitterkeit, erkaltete Gefühle und Signale von Zärtlichkeit und Liebe, die in diesem Spuk aus langen Monologen und kurzen Dialogen eine beängstigende Atmosphäre voller Fragen auslösen. » (Die Welt)

«Die Figuren breiten Intimes voreinander aus, ohne sich näher zu kommen … Über allem liegt etwas nicht zu Fassendes, eine unbestimmte Bedrohung des gesamten Daseins, aller Gewissheiten. Der Alltag, hier wird er zum latenten Horror. » (Die deutsche Bühne)

«Martin Crimp ist weniger an einer Dekonstruktion des Bürgertums gelegen, als das veränderte Verhältnis zwischen Männern und Frauen auszuloten … Das Ende seines ebenso klugen wie unterhaltsamen Stücks ist offen und möglicherweise schrecklich. Schlafende Männer ist ein scharfsinniger Blick auf ein Krisengebiet, das sich gerade verändert. » (Der Freitag)