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Mode als kategorischer Imperativ: »Das Licht im Kasten« uraufgeführt

18.01.2017 – Am 14. Januar wurde Das Licht im Kasten von Elfriede Jelinek am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt, Regie führte Jan-Philipp Gloger.

»Das Licht im Kasten schlägt in zwei Stunden einen großen Bogen über die Mode, der ihre Möglichkeiten zwischen Geschäft und Politik, Sucht und Selbstverwirklichung, Abgrenzung und Vergötterung intelligent reflektiert und facettenreich in die Anschauung hebt.« (FAZ)
 
»Ein elegantes Stück, das seine Traurigkeit mit einer bunten Oberfläche kaschiert und souverän mit der Parallelität von Form und Inhalt spielt: die Sprache knüpft die Fäden für das Gewebe, in das die Autorin ihre Gedanken kleidet, changierend zwischen Verhüllung und Entblößung.« (Deutschlandradio Kultur)

»Das Licht im Kasten beschreibt die Zumutungen, Glücksgefühle und Sehnsüchte der Mode. Ein zutiefst autobiografischer Text, der sich mit dem Selbst-Verschwinden, der Einsamkeit und letztlich - dem Tod der Autorin beschäftigt.« (Deutschlandfunk)

»Ein beeindruckender, vielstimmiger Abgesang auf den schillernden Schickimicki-Zirkus.« (WAZ)
 
»Ein gnadenlos scharfsichtiger Modebewusstseinsstrom, der jede Menge doppelte Böden aufweist ... An der Vorläufigkeit der Mode entlang die fundamentale Wackligkeit des menschlichen Subjekts zu erklären, das beherrscht wohl wirklich keine so schonungslos wie Jelinek!« (NZZ)

»Es geht im Kern um das Bild, das wir von uns gern hätten, das wir ersehnen, erkaufen, erkleiden.« (Süddeutsche Zeitung)
 
»Man spürt: die große Geste, den weiten Atem, die radikale Selbstanalyse – mit ungewissem Ausgang zwischen den Gegenpolen Sinnlichkeit und Verstand.« (nachtkritik)