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Else Lasker-Schüler

Else Lasker-Schüler wurde 1869 in Wuppertal-Elberfeld als Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Wuppertal, das sie 1894 verließ, um den Berliner Arzt Berthold Lasker zu heiraten. 1903 wurde die Ehe geschieden, und sie heiratete im selben Jahr Herwarth Walden, den Herausgeber der expressionistischen Kunstzeitung "Der Sturm", den sie in der Berliner Künstlerkolonie "Neue Gemeinschaft" der Brüder Hart kennen gelernt hatte. 1902 gelang ihr der literarische Durchbruch mit ihrem Gedichtband Styx. Danach veröffentlichte sie ihre Arbeiten in bedeutenden Zeitschriften und Publikationen des Expressionismus sowie in Karl Kraus'' "Die Fackel". Seit der Scheidung von Walden 1912 lebte sie ohne festen Wohnsitz in Berlin. In ihrer Prosa und Lyrik schuf sich Lasker-Schüler einen eigenen Mythos, in dem christliche, jüdische, kabbalistische und altorientalische Motive miteinander verwoben sind. Nahezu alle ihre Gedichte zeichnen sich durch einen hohen Grad an Subjektivität aus.
Prosawerke (Auswahl): Die Nächte Tino von Bagdads (1907), Mein Herz (1912), Der Prinz von Theben (1914), Der Malik (1919), Der Wunderrabbiner von Barcelona (1921) und Arthur Aronymus (1932), außerdem Essays und Briefe.
Lyrische Werke (Auswahl): Der siebente Tag (1905), Meine Wunder (1911), Hebräische Balladen (1913), Theben (1923), Konzert (1932), Das Hebräerland (1937) und Mein blaues Klavier (1943).
1932 wurde Lasker-Schüler mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. 1933 erhielt sie von den Nationalsozialisten Publikationsverbot und emigrierte in die Schweiz. 1934 reiste sie nach Palästina und übersiedelte 1937 endgültig nach Jerusalem, wo sie 1945 verarmt starb.

Portrait von Else Lasker-Schüler

Stücke von Else Lasker-Schüler im Rowohlt Theater Verlag

  • Arthur Aronymus und seine Väter

    Aus meines geliebten Vaters Kinderjahren
    10D / 33H, 7 Kinder, Doppelbesetzungen möglich
    • U: 19.12.1936 Schauspielhaus Zürich (R: Leopold Lindtberg)
  • Die Wupper

    9D / 13H, 2 Kinder
    • U: 27.4.1919 Deutsches Theater Berlin (R: Heinz Herold)
  • Ichundich

    2D / 10H
    • U: 10.11.1979 Schauspielhaus Düsseldorf (R: Michael Gruner)