Gabe / Gift

Gabe / Gift

English
Besetzung

5D / 5H

Die Eheleute Müllert möchten gemeinsam mit ihrem Sohn Bert im Keller ihres Hauses einen hell gefliesten „Erfrischungsraum“ einrichten. Die Renovierungsarbeiten ermüden den Vater, Chefinspektor bei der Polizei, er liegt erschöpft am Boden und zieht noch Bert zu sich herab. Die Mutter bringt ein Messer; der Vater soll aus dem Weg geschafft werden. Von einem Waldstück am Rande der Siedlung aus fotografieren zwei Touristen die Häuser. Sie werden von Berts Frau Barbara, ebenfalls bei der Polizei tätig, ertappt. Nachdem sie das verdächtige Paar zunächst ermahnt hat, bietet sich Barbara gastfreundlich als Fremdenführerin an und zeigt ihnen die Stadt: das Jugendstilbad, das vom benachbarten Krematorium beheizt wird, und die öffentlichen Plätze, die ihr Mann Bert als Landschaftsgärtner gestaltet. Die Führung endet beim Haus der Müllerts, wo die Besucher ihren Gastgebern als Geschenk die Schatzkarte eines ehemaligen Häftlings überreichen. Unter einem Baum im Garten der Nachbarn soll etwas verborgen sein. Nach der anstrengenden, nächtlichen Suche, zu der sich auch die Nachbarn gesellen, finden sich alle mit der ausgegrabenen metallenen Kiste im Keller der Müllerts zusammen. Doch statt dort wieder zu Kräften zu kommen, liegen am Ende alle am Boden des klinisch sauberen Erfrischungsraums, der immer heller erstrahlt.

„Unübersehbar verwischt Händl Klaus in seinem Stück die Grenzen zwischen Leben und Tod, Handlungszeit und Ewigkeit des Totenreichs. Das gilt vor allem für die Keimzelle des Stückes, den Keller, der die Menschen und ihre Geheimnisse einfach verschlingt. Der sprichwörtliche Albtraum von der Leiche im Keller ist die Innenwelt der säuberlichen Außenwelt dieser Figuren, dieser Polizisten und Ordentlichen, die sich scheinbar an Regeln halten.“ (Theater heute Jahrbuch 2012)

Uraufführung
07.03.2013 Schauspiel Köln (Regie: Anna Viebrock)

Französisch

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.