Die Zeit und das Zimmer

3D / 6H

Ein Zimmer, von draußen tritt Marie, ein Mädchen, ein, gefolgt von anderen Passanten. Ihre bruchstückhaften Geschichten sind in ständiger Bewegung, Zusammenhänge blitzen auf und verlieren sich wieder. Im zweiten Akt hat sich die Gesellschaft verlaufen. Das Zimmer wird Schauplatz einer Reihe kurzer Szenen. In rasanten Metamorphosen verwandelt sich Marie Steuber, das Mädchen von der Straße, in Geliebte, Ehefrau, Chefin, Vermieterin, bis sie zum Schluss als Angestellte daran scheitert, einer lang zurückliegenden Begegnung auf die Spur zu kommen. „In diesem Stück ... ist das Vergangene in den flüchtigen Begegnungen immer gegenwärtig, ohne dass es eine Verständigung gäbe über das, was war und nun ist oder sein könnte. Den Strauß’schen Figuren sind 'ihre' Bilder, Wünsche, Hoffnungen ins Hirn gebrannt, so stolpern sie durchs Leben, immer weiter, ohne je erlöst zu werden, leben im Chaos ihrer großen, klein gewordenen Gefühle und halbherzigen Erwartungen, prallen aufeinander, stoßen sich ab. Komische Figuren demnach alle, die über die Zeit (der zwei Akte) in das Zimmer geweht werden.“ (Süddeutsche Zeitung)

Botho Strauß

Botho Strauß

geboren 1944 in Naumburg/Saale. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Remscheid und Bad Ems studierte er fünf Semester Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München. 1963 erschien mit Schützenehre in der Anthologie „Prosa Alphabet...

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U: 08.02.1989 Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Regie: Luc Bondy)