Gelbe Tage

1D / 2H

Der Krieg hat schon begonnen, bevor er ausbricht: Trotz der Warnungen ihres Bruders ist die Frau mit einem Mann zusammen, der zu "den Anderen" gehört. Noch aber scheint das Ideal des friedlichen Nebeneinanders unterschiedlicher ethnischer Gruppierungen intakt. Man verbündet sich sogar, als von außen ein dritter Gegner angreift. Mann und Bruder kämpfen gemeinsam gegen ihn und zwingen ihn zum Rückzug. Doch auf den Sieg folgt nicht Versöhnung: Offen wird nun der Konflikt im Inneren der Zweckgemeinschaft fortgeführt und eskaliert in einem Blutbad. Aus Mann und Bruder werden Todfeinde, und die Frau gerät zwischen die Fronten.
In kurzen, wortkargen Szenen zeichnet Daniela Janjic nach, wie der Krieg schleichend in die Körper und Gedanken ihrer Figuren zieht und sich dauerhaft dort einnistet. Das Politische spiegelt sich im Privaten, das Private im Politischen, und Gelbe Tage verdichtet sich so zum exemplarischen Bild einer Zerstörung, die selbst die kleinste Lebenseinheit erfasst.

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Daniela Janjic

Daniela Janjic

wurde 1984 geboren und wuchs in Bosnien und Herzegowina sowie in Schweden auf. Seit 1993 lebt sie in Winterthur/Schweiz. Nach der Matura (2004) begann sie 2005 ein Germanistikstudium an der Universität Zürich. 2005/2006 war sie Teilnehmerin des ...

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U: 26.1.2008 Theater an der Winkelwiese, Zürich (Regie: Stephan Roppel)

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