Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen

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Unten im Tal ersehnt eine Frau "die Alpen mit ihrer geräumigen Kälte", während sie in der Hitze ihrer Dachkammer wie in einem Sarg liegt und verbrennt. Im fiebrigen Delirium werden für sie die Gerölllandschaften zur erträumten Rettung aus der Einsamkeit und vor der endgültigen Auslöschung. Oben in den Bergen stolpert ein Wanderer über die Leichen von vier Menschen, die im Gletschereis erfroren sind. So sehr er sich anfangs freut, endlich Gesellschaft zu haben, so wenig gelingt es ihm, die Toten aus ihrer Starre zu erwecken. Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen sind zwei Monologe, die aufeinander verweisen, sich ineinander spiegeln, ironisch gebrochen und voller Doppelbödigkeiten. Ein filigranes Sprachkunstwerk, in dem die Berge als identitätsstiftende Metapher, Wirklichkeitsort des Todes und Projektionsfläche eines unstillbaren Verlangens erhaben in die Höhe ragen und den Betrachter zugleich in ihren Schwindel erregenden Abgrund reißen.

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Händl Klaus

 Händl Klaus

Händl Klaus (*1969 in Rum/Tirol) lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee (Schweiz). Nach der Schauspielausbildung in Wien folgte ein Engagement am dortigen Schauspielhaus. Außerdem spielte er in mehreren Filmen mit. Sein Hörspiel Kleine Vogelkunde...

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U: 6.10.2001 steirischer herbst, Graz (R: Händl Klaus)

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