In der Sache J. Robert Oppenheimer

13H

1954 muss der prominente Atomphysiker J.R. Oppenheimer vor einem US-amerikanischen Untersuchungsausschuss aussagen. Angeblich habe er die Entwicklung der Wasserstoffbombe verzögert und sympathisiere mit dem Kommunismus. Anfangs selbstbewusst, kommen Oppenheimer zunehmend Zweifel an seiner eigenen Loyalität, wenn auch in anderer Hinsicht, als man ihm vorwirft: Deutlich wird die Schizophrenie des Wissenschaftlers, der die Bombe baut, ihre Anwendung aber bekämpft ... Zwar verwendet Kipphardt in seinem Stück, das ein weltweiter Erfolg und auch verfilmt wurde, fast ausschließlich authentisches Quellenmaterial, zielt damit aber auf "eine neue Qualität von Dokumenten, die auf verkürzte Art und Weise Sinn und Zweck der Begebenheit enthält." (Kipphardt) Das Verhör Oppenheimers verdichtet sich so zu einem exemplarischen Fall, der die Verantwortung des Naturwissenschaftlers in der modernen Gesellschaft thematisiert.

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt (*1922 in Heidersdorf/Schlesien, gestorben 1982 in München) studierte Medizin mit Fachrichtung Psychiatrie in Bonn, Köln, Königsberg, Breslau, Würzburg und Düsseldorf, wo er promovierte. Anschließend arbeitete er als Arzt, u.a. in...

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U: 11.10.1964 Münchner Kammerspiele (R: Paul Verhoeven) / Freie Volksbühne Berlin (R: Erwin Piscator)