Liebesspiel

(Om kärlek)
Deutsch von Katja Hagedorn
2D / 3H

A und B haben einen siebenjährigen Sohn. Schon lange sprechen sie darüber, ein zweites Kind zu bekommen und ein Haus zu kaufen, aber seit einiger Zeit bringt B nur noch wenig Interesse für die gemeinsamen Zukunftspläne auf. C und D wünschen sich seit Jahren vergeblich ein Kind. Alle Behandlungen sind fehlgeschlagen, jetzt denken sie an eine Adoption. Die Zeitebenen verschieben, die Geschichten überlappen sich: C hat eine Affäre mit B. C und D sind seit langem getrennt, Bs und As Ehe scheitert, eine weitere Figur, E, tritt auf – seine Beziehung ist vor langer Zeit zerbrochen, nachdem das kleine Mädchen, das seine Exfrau und er adoptiert hatten, schon nach wenigen Monaten starb. Aber ist das nicht eigentlich Cs Vergangenheit, die sich in die Gegenwart drängt? Dann wird B schwanger und Cs Kinderwunsch scheint sich endlich zu erfüllen. Aber B entschließt sich, das Kind nicht auf die Welt zu bringen.

In Liebesspiel erweist sich Lars Norén ein weiteres Mal als Meister im Sezieren menschlicher Beziehungen. Psychologische Präzision und größte Allgemeingültigkeit verbinden sich in einem Stück, das aufs Wesentlichste reduziert ist: „Ein Kammerspiel über die alltäglichsten aller Dinge: Beziehungen, Unfruchtbarkeit, Untreue, jemand stirbt, ein Streit, so trivial, dass man schnell vergessen hat, zwischen wem und warum. Wie in einer Seifenoper – aber ohne den Seifenschaum, ohne die grellen Töne falscher Intimität. Nackt, aller unsinnigen Ausreden beraubt.“ (Dagens Nyheter)

Lars Norén

Lars Norén

Lars Norén (*1944 in Stockholm) begann bereits als Jugendlicher zu schreiben. 1963 erschien sein erster Gedichtband, bis 1980 von weiteren gefolgt, außerdem drei Romanen, von denen Die Bienenväter 1973 auch auf Deutsch erschien. 1968 sendete das...

alle Stücke von Lars Norén

Textbuch anfordern

Bitte melden Sie sich an. Wenn Sie noch keine Zugangsberechtigung haben, können Sie sich hier registrieren.

U: 23.01.2010 Dramaten, Stockholm (Regie: Sara Giese)

DSE: 20.01.2012 Schauspiel Frankfurt (Regie: Alexander Frank)