Lotphantasie

2D / 2H

Aus der Gegenwart blickt Botho Strauß zurück auf eine Geschichte, die in der Bibel (1. Buch Moses, Kapitel 19) eher ein Randereignis ist, und erforscht auf ihrer Basis den Komplex der Inzestverbote und Inzestwünsche, die den gesamten Zivilisationsprozess durchziehen: Lot und seine beiden Töchter sind die einzigen Überlebenden der Sanktion, die Gott über die sündhafte Stadt Sodom verhängte. Die Töchter, getrieben von der Lust ebenso wie von der Mission, für Nachwuchs auf der Welt zu sorgen, verführen ihren Vater und werden tatsächlich von ihm schwanger ... "Die Pointe dieses kleinen, feinen Stücks liegt in einem Experiment der Unzucht und des Unrechts ... Nie wird der Ton frech und konversationsheutig, aber er ist unerhört, wie an einem der ersten Tage der Menschheit ... immer bleiben das unerhört Ferne und das hörbar Nahe wunderbar vermischt." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Botho Strauß

Botho Strauß

geboren 1944 in Naumburg/Saale. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Remscheid und Bad Ems studierte er fünf Semester Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München. 1963 erschien mit Schützenehre in der Anthologie „Prosa Alphabet...

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U: 27.05.1999 Wiener Festwochen, Theater in der Josefstadt / Rabenhof (Regie: Luc Bondy)