Mondlicht

(Moonlight)
Deutsch von Elisabeth Plessen und Peter Zadek
3D / 4H

"Andy, Mitte fünfzig, Beamter, liegt im Sterben. Ob er im Sterben liegt, ist die Frage ... Er liegt im Bett. Seine Frau Bel sitzt daneben und stickt. Wie sie ihn anfaucht: 'Die meisten Leute mussten sich nach spätestens zehn Minuten in deiner Gesellschaft übergeben' - so redet man nicht mit Sterbenden. Oder gerade doch? ... Vielleicht inszeniert Andy das alles, um sich interessant zu machen oder damit seine Söhne ihn wieder besuchen oder damit er sich an seine Tochter erinnert, die womöglich auch schon tot ist ... Die beiden Söhne sitzen in einem Nebenraum, endlose Meilen entfernt, spielen Aufsichtsrat und Gangstersyndikat, Krieg und Frieden, denken sich Namen und Identitäten aus. Die Szenen wechseln, Schnitt um Gegenschnitt. Vielleicht träumt Andy das alles auch nur. Vielleicht ist er ein Gespenst, die Familie ein Spuk, die Gesellschaft ein Fegefeuer im Mondlicht, jeweils zur vollen Geisterstunde. Ganz sicher aber ist Andy eine Figur von Pinter: Man kann sich ausrechnen, dass man sie nicht ausrechnen kann." (FAZ)

Harold Pinter

Harold Pinter

Harold Pinter (*1930 in London) war nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art bis 1957 Schauspieler an diversen Provinzbühnen. Die Uraufführung seines ersten abendfüllenden Stücks Die Geburtstagsfeier stieß 1958 bei der englischen...

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U: 7.9.1993 Almeida Theatre, London (R: David Leveaux)

DSE: 20.4.1995 Thalia Theater Hamburg in Koproduktion mit dem Berliner Ensemble (R: Peter Zadek)