Ich bin der Wind

(Eg er vinden)
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
2H

Zwei Männer auf einem Segelboot. Der eine sehnt sich nach seinem Verschwinden, vor dem er sich gleichzeitig fürchtet, der andere versucht ihn in der Gegenwart zu halten, das Leben sei doch gar nicht schlecht. Nebel hängt über dem Wasser, grau schimmern am Ufer die Schären. In einer Bucht, gehen die zwei an Land, genehmigen sich einen "Ankerschnaps", kochen, trinken Wein. Beim Reden merken sie, wie vertraut sie einander sind und wie wenig sie sich kennen. Das erneute Ablegen gestaltet sich schwierig – der eine ist bereits an Bord, während der andere es um ein Haar nicht schafft, ausrutscht. Schließlich gelingt das Manöver, sie segeln weiter, und fast glaubt man an ein versöhnliches Ende. Doch dann fährt der eine wesentlich weiter auf das Meer hinaus, als es dem anderen lieb ist. Kurz zuvor hatte der eine dem anderen noch gesagt, er brauche ihn auf dem Boot, da er sonst Angst habe zu springen. Nun stürzt er trotzdem in die Wellen und ist fort, schwer wie ein Stein, leicht wie der Wind.

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Jon Fosse

Jon Fosse

Jon Fosse geboren 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund, aufgewachsen am Hardanger-Fjord, lebt seit Ende der siebziger Jahre in Bergen. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Dozent an der Akademie für kreatives Schreiben in ...

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