Schutt

(Debris)
Deutsch von Johannes Schrettle
1D / 1H

Als Michael an seinem 16. Geburtstag nach Hause kommt, findet er seinen toten Vater, der sich eigenhändig an ein meterhohes Kreuz genagelt hat. Michelles Mutter ist da bereits gestorben, bei einem ausgelassenen Essen erstickt an einem Hühnerknochen. Michael und Michelle sind Geschwister und erzählen die Geschichte ihrer Kindheit – ein Bericht aus dem Prekariat, dessen Einzelheiten so vertraut sind wie bizarr, in dem pädophile Kidnapper ihr Unwesen treiben und Babys auf Müllhalden aufwachsen. „Ein beeindruckendes Debüt ... eine überbordende Mischung aus religiöser Bilderflut, zerrütteten Familienverhältnissen, pechschwarzer Komödie und wilder Poesie.“ (The Times) „Der Kunstgriff des Stücks besteht darin, (Michaels und Michelles) Elend nicht eins zu eins zu schildern, sondern es in den blühenden Horrorphantasien der Kinder zu spiegeln. Die subjektive Verzerrung macht dabei die objektive Realität besser sichtbar, als dies jede direkte Darstellung könnte, und überhöht den „social realism“ ins Surreale.“ (Süddeutsche Zeitung)

Dennis Kelly

Dennis Kelly

Dennis Kelly, geboren 1970 in London, studierte Drama und Theater am Londoner Goldsmiths College. Sein Stück Schutt entstand 2002 im Rahmen des National Theatre Studio Programms für junge Autoren. Uraufgeführt wurde es im April 2003 in London; die ...

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U: 17.04.2003 Latchmere Theatre, London (Regie: Tessa Walker)

DSE: 12.03.2004 Burgtheater (Vestibül) Wien (Regie: Sandra Schüddekopf)