20​/11

»Abgebrüht, absurd – und wahnsinnig komisch« - »In den Gärten« von Sibylle Berg uraufgeführt

20.11.2019 – Am 16. November wurde am Theater Basel In den Gärten oder Lysistrata Teil 2 von Sibylle Berg uraufgeführt (Regie: Miloš Lolić).

»Sibylle Berg, die vor kurzem den Schweizer Buchpreis erhalten hat, holt in ihrem Stück mit Emphase zur gnadenlosen Bespiegelung eines diffusen Unbehagens der Geschlechter aus. In den Gärten oder Lysistrata Teil 2 ist im Grundton abgebrüht, absurd – und wahnsinnig komisch. Die Boomerang-Effekte der Gegenwart finden Resonanz; die misogynen Störgeräusche der Ära #metoo, der Ära der wütenden und streikenden Frauen.« (Nachtkritik)

»Außer dem Namen Lysistrata hat Berg vom Ursprungsstoff nicht viel übrig gelassen. Hier geht es nicht mehr darum, einen Krieg der Armeen zu beenden, sondern darum, dem ewigen und letztlich ermüdenden Kampf zwischen den Geschlechtern ein Ende zu setzen … Ein ebenso hintersinnig komischer wie gnadenlos bissiger Blick auf das aneinander Vorbeileben der Geschlechter.« (Basler Zeitung)

»Es geht hier nicht um individuelle Befindlichkeiten, sondern um einen Befund: Wie steht es um die Beziehungen zwischen Männern und Frauen? Hier in satirischer Zuspitzung: Wie ist es gekommen, dass die schöne heterosexuelle Welt, in der die Männer das Sagen und die Frauen das Nachsehen hatten, in sich zusammengebrochen ist?« (Badische Zeitung)

»Ein Text, den man oft Satz für Satz zitieren möchte … Sibylle Berg ist die Verhaltensforscherin des aktuellen Geschlechtertheaters.« (Südkurier)