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»Es gibt hier ein kleines Problem mit emotionaler Verdrängung« - Neu im Programm: »Stolz und Vorurteil* (*oder so)« von Isobel McArthur

08.09.2020 – »Wundern Sie sich nicht, wenn ab und zu jemand aus heiterem Himmel anfängt zu singen«, wird gleich zu Anfang schonend auf die besonderen Umstände des beengten Lebens in der Kleinstadt eingestimmt. Aber plötzliche Karaoke-Einlagen sind nicht das Einzige, was Isobel McArthurs gefeierte Neufassung von Jane Austens Meisterwerk ungewöhnlich und einzigartig macht. Hoch modern und dabei überraschend werktreu gibt Isobel McArthur denen eine Stimme, die – obwohl unverzichtbar – meist unerwähnt bleiben. In einer wahren Tour de Force verkörpern fünf Dienstmädchen nicht nur die sarkastische Elizabeth Bennet und den schnöseligen Mr. Darcy, sondern nahezu das gesamte Personal des Romans. Inmitten von Slapstick, Popsongs und einer ganz altmodischen Liebesgeschichte entsteht dabei eine Erzählung von weiblicher Selbstbestimmung und ökonomischer Abhängigkeit, die uns so weit entfernt gar nicht vorkommt.
»Noch nie wurde dieser große Roman in all seinen Facetten so erfasst: nicht nur der entschlossene Feminismus und umwerfende Humor, sondern – besonders überraschend – der Geist wahrer Romantik … mit all ihrem Schrecken, ihrer Lächerlichkeit und letztlich Schönheit. « (The Scotsman)
»McArthurs brillante, sehr freie Fassung ist – bei aller bewussten Überdrehtheit – subtil und vielschichtig. « (Daily Telegraph)
»Überwältigend unterhaltsam … eine großartige Mischung aus Downton Abbey und Sex Education. « (Theatreweekly.com)
Am 13. September 2020 wird Stolz und Vorurteil* (*oder so) am Burgtheater Wien deutschsprachig erstaufgeführt, Regie führt Lily Sykes.

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