11​/12

Neu im Programm: Tom Stoppards Meisterwerk »Leopoldstadt«

11.12.2020 – Mit Leopoldstadt kehrt Tom Stoppard zum Rowohlt Theater Verlag zurück, wo er sich ab 1967 mit der Übersetzung seines Stücks Rosenkranz und Güldenstern sind tot auch in Deutschland als einer der bedeutendsten Dramatiker der Gegenwart etablierte.
Übersetzt hat Leopoldstadt Daniel Kehlmann.

Wien 1899. In ihrer Ringstraßen-Wohnung feiert die jüdische Familie Merz Weihnachten. Ein neues Jahrhundert bricht an, und voller Hoffnung schaut man ihm entgegen. Zwar werden Juden immer noch diskriminiert; trotzdem haben es die Merzens weit gebracht, verkehren in den besten Kreisen, und fast alle finden Theodor Herzls Idee von einem eigenen jüdischen Staat recht abwegig.
Über 50 Jahre später, 1955, nach zwei Weltkriegen, einer globalen Wirtschaftskrise und vor allem nach dem Holocaust, den die wenigsten von ihnen überleben, begegnen sich die letzten Merz-Nachkommen in derselben, nun verlassenen Wohnung, wo nichts mehr an die Zuversicht von einst erinnert.

»Ein Gruppenporträt von atemberaubender Dichte … Tom Stoppard richtet seinen Laser-Blick auf eine Vergangenheit, die gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder salonfähig wird, hochaktuell ist.« (The New York Times)
»Ohne auf seine intellektuelle Brillanz zu verzichten, schreibt Stoppard hier direkter und ungeschützter als je zuvor … Ein Stück über geforderte und versuchte Assimilation und ihren grausam hohen Preis, das einen mitten ins Herz trifft.« (Daily Telegraph)
»Leopoldstadt ist intim und episch, zutiefst persönlich und allgemeingültig … Wenn nach den großen Ensembleszenen die Bühne am Ende beinahe leer ist, wird unmittelbar erfahrbar, wie viele Menschenleben brutal ausgelöscht wurden.« (Financial Times)
»Ein Meisterwerk.« (The Independent)

Die Deutschsprachige Erstaufführung ist im Winter 2021/22 im Theater in der Josefstadt, Wien (Regie: Janusz Kica).

Portrait von Tom Stoppard

Vita

Stücke

alle Stücke…

Links