Separatisten

2D / 3H

Eine Plattenbausiedlung irgendwo im Osten Deutschlands. Viele Häuser stehen mittlerweile leer, nun soll das Viertel endgültig „abgewickelt“ werden. Doch als die Abrissmaschinen anrollen, organisieren sich die verbliebenen Bewohner im bewaffneten Widerstand. Barrikaden werden errichtet, Nachtpatrouillen eingeteilt, die Kabelanschlüsse gekappt. Keine Verdummung durch die Medien mehr, keine Bevormundung von außen, kein Warenhandel, stattdessen autonome Selbstversorgung und -verwaltung. Niemand weiß, ob das Unternehmen funktionieren wird, aber schon bald hat der Aufstand einiger weniger Signalcharakter für ein ganzes Land.
Separatisten zeigt Menschen in der Revolte, die das Ausradieren ihrer Biographie konsequent verweigern und sich mit der Lethargie, die ihr Leben zu ersticken droht, nicht abfinden. Möglichkeitsräume öffnen sich, wobei immer wieder die zeitliche Perspektive des Stücks kippt: Noch während der Aufstand vorbereitet wird, erzählen die Figuren lakonisch von ihm in der Vergangenheit, und vielleicht ist er nichts als eine Fata Morgana im Wüstensand, der bereits alles unter sich begraben hat. Dennoch schwelt in den Trümmern die Utopie beharrlich weiter wie Glut unter der Asche.

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Thomas Freyer

Thomas Freyer

Thomas Freyer (*1981 in Gera). Nach dem Abitur nahm er zunächst am Paul-Maar-Seminar (Kinder- und Jugendtheaterdramatik) 2001 in Wolfenbüttel teil und machte anschließend ein Dramaturgiepraktikum am Hans-Otto-Theater, Potsdam. Von 2002 bis 2006 ...

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U: 30.04.2007 Maxim Gorki Theater, Berlin (Regie: Tilmann Köhler)