Die Oppelts haben ihr Haus verkauft

2D / 2H

Eine Gruppe von Sinnsuchern wird von der «schrecklichen Finanzkrise» aus der Bahn geworfen. Laura Ambrosia Gudmund ist ein Medium, ihr Blick hat friedenstiftende Wirkung, und sie kann in ihren Sitzungen die spirituellen Defizite der Menschen sehen. Nur ökonomische Zusammenhänge sieht sie dummerweise nicht. Wie praktisch, dass ihr Sohn auf Basis ihrer Begabung ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt hat und sich gewissenhaft um die weltlichen Belange ihres «Unternehmens» kümmert. Auch Pia hat ihr Leben bisher gewinnorientiert gestaltet und ist deshalb von ihrem Ex-Mann Tom nahtlos auf seinen erfolgreicheren Zwillingsbruder Ted umgeschwenkt. Doch plötzlich besinnt sich Pia auf ihr Seelenheil, wirft alle bisherigen Pläne über Bord und zieht mit Ted in das Nachbarhaus der Gudmunds. Schnell wird klar, dass die Figuren, die sich um Laura Ambrosia scharen, bei ihrer Suche nach einem höheren Bewusstsein restlos verloren sind. Und als Frau Gudmund anfängt, sogar mit Kontinuumssprüngen zu hantieren, geht auch die letzte Hoffnung auf Sinnhaftigkeit flöten.
Gieselmann jagt seine Figuren durch ein spirituelles Verwirrspiel, das ihnen ganz recht geschieht.
«Das Publikum lacht über … eine Hatz durch immer mehr Dimensionstüren, durch verschieden ausgehende Zukünfte: Das vexierende Durcheinander des ersten Teils mündet in eine rasende Revue.» (Nachtkritik)
«Zur besonderen Komik gehören sprachlich ausgefeilte Dialoge, Wortwitz, Ironie und Satire.» (Neue Westfälische Zeitung)

David Gieselmann

David Gieselmann

David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke (u.a. Ernst in Bern) in der freien Theaterszene Berlins. 1999 war er zur ...

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U: 06.09.2014 Theater Bielefeld (Regie: Christian Schlüter)