Woyzeck

Nach Georg Büchner
In einer Bearbeitung von Anne Habermehl
1D / 3H

Am Anfang steht ein nüchternes Protokoll: Die junge Soldatin Woyzeck hat ihren Mann erschossen; ihr Kind kommt in staatliche Obhut. Monate zuvor hatte sich Woyzeck wegen Selbsttötungsabsicht freiwillig zur Polizei begeben und danach in ärztliche Behandlung. Wie es am Ende zur Katastrophe kam, rollt Anne Habermehl in schlaglichtartigen Szenen auf und kehrt dabei immer wieder zu Georg Büchners Ursprungstext zurück. Sie tauscht das Geschlecht von Woyzeck und Marie, verlegt das Geschehen in die unmittelbare Gegenwart, in der stets auch die Schrecken des 20. Jahrhunderts nachhallen – und bleibt zugleich frappierend eng am Original. Die Welt hat sich fundamental gewandelt und mit ihr Grundwerte, gesellschaftliche Konventionen und Machtverhältnisse. Aber unverändert (und heute vielleicht noch drängender) stellt sich Büchners Frage: Was ist der Mensch?

Anne Habermehl

Anne Habermehl

Anne Habermehl, geboren 1981 in Heilbronn, studierte von 2004 bis 2008 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.
Ihre Stücke wurden u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Bayerischen Staatsschauspiel München und am Theater Chemnitz ...

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Georg Büchner

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U: 28.11.2019 Badisches Staatstheater Karlsruhe (Regie: Anne Habermehl)