Wir haben getan, was wir konnten

Eine medizinisch-theatrale Recherche über Leben und Tod im deutschen Gesundheitswesen
1D / 2H

Ein Apotheker panscht aus Raffgier tausendfach Krebsmedikamente, eine Krankenschwester entscheidet eigenmächtig, wann ihre Patienten genug gelitten haben, ein Pfleger spritzt unzählige Menschen zu Tode: Am Beispiel von drei Kriminalfällen durchleuch - tet Tuğsal Moğul die Gefahren unseres Gesundheitssystems. Denn die Profitinteressen von Klinikkonzernen und der Pharmaindustrie haben mitunter einen hohen Preis, besonders für das medizinische Personal, das knallharte Leistungsvorgaben zu erfüllen hat. Und ohne den Druck der ökonomischen Effizienz, die Kranke zur Ware degradiert, wären die drei Fälle kaum denkbar …
«Tuğsal Moğul verbindet die großen medizinischen Skandale unserer jüngeren Vergangenheit nonchalant mit der Welt des Barock – und hinterfragt damit ebenso geschickt wie sinnlich unser Verhältnis zu menschlichem Leben und Sterben im 21.Jahrhundert.» (Nachtkritik) Ein kurzer Abend, «richtig stark: weil er Fragen aufwirft, ohne sofort Antworten zu geben. Weil er Wunden schlägt … Und nicht zuletzt: weil er immer wieder großen Spaß macht. Moğul ist nicht nur ein klug recherchierender Analytiker, er ist auch ein hochtalen - tierter Theatermacher, der seine Mittel gekonnt einzusetzen weiß» (Hamburger Abendblatt).

Tugsal Mogul

Tugsal Mogul

Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum geboren. Der diplomierte Schauspieler, Theatermacher, Anästhesist und Notarzt studierte neun Jahre parallel Medizin an den Universitäten Hannover, Wien und Lübeck sowie Schauspiel an der Hochschule für ...

alle Stücke von Tugsal Mogul

Textbuch anfordern

Bitte melden Sie sich an. Wenn Sie noch keine Zugangsberechtigung haben und an einem professionellen Theater arbeiten, können Sie sich hier registrieren.

U: 12.09.2020 Schauspielhaus Hamburg (Regie: Tuğsal Moğul )