Richard III.

5D / 7H

Ein Großkonzern im Besitz einer weit verzweigten Familie. Eduard, der Patriarch, liegt im Sterben. Ein Kampf um sein Erbe entbrennt. Noch vom Totenbett aus ordnet Eduard selbst die Beseitigung Georgs, seines Bruders, an, die sein zweiter Bruder Richard widerstrebend sanktioniert. Pflichtbewusst fügt sich Richard in die Leitung der Firma, aber nur, um sie in gutem Zustand an Eduards Sohn zu übergeben, sobald dieser volljährig ist. Doch auch andere fordern Einfluss. Richard wird zum Spielball erbitterter Rivalitäten, in die sich schnell die Interessen eines weiteren Verwandten mischen: Heinrich Tudor lebt in China und lernt dort von einer Wirtschaftsmacht, die den Kapitalismus westlicher Prägung längst überholt hat und schier grenzenlose Möglichkeiten bietet. Heinrich muss dafür nicht einmal persönlich in Erscheinung treten, die Präsenz via Internet reicht für eine feindliche Übernahme.
Richard III. gilt seit Shakespeare als Inbegriff des Bösen, was sich gewiss nicht zuletzt der «Propaganda» der Tudor-Dynastie verdankt, die Richard auf den Thron folgte. Tim Staffel erzählt die Geschichte neu und siedelt sie zwischen Vergangenheit, unmittelbarer Gegenwart und Zukunft an.

Tim Staffel

Tim Staffel

Tim Staffel (*1965 in Kassel) hat in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft studiert. Seit 1993 lebt er in Berlin und arbeitet in Performances mit den Musikern Spin-O und SMAT zusammen. 1994 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 1996 ...

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U: 12.10.2005 Theaterhaus Jena (Regie: Markus Heinzelmann)