Der moderne Tod

Vom Ende der Humanität
(Den moderna döden)
Deutsch von Hildegard Bergfeld
1D / 5H

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und auf Einladung der Regierung diskutieren Experten verschiedenster Fachrichtungen grundlegende Reformprojekte. Die Sozialsysteme ächzen, die Kassen sind leer, und so lautet die Hauptfrage der Tagung, wie man sich der unproduktiven Alten und anderer überflüssiger Menschen auf möglichst humane Weise entledigen kann. Die Experten sind sich einig: Es gilt vor allem, die Bevölkerung zu überzeugen, wie sehr das egoistische Festhalten am eigenen Leben die ökonomische Zukunft des Landes gefährdet. Der Mord an den Alten erscheint in dieser Perspektive als humanitäres Projekt zum Besten einer Gesellschaft, die es von altertümlichen und überholten Moralvorstellungen und Tabus zu befreien gilt. „Wijkmark war der Zeit um ein paar Jahrzehnte voraus ... Inzwischen hat die Realität, wie das Beispiel der Niederlande zeigt, Wijkmarks Überlegungen weitgehend eingeholt. Es ist daher höchste Zeit, sie zur Kenntnis zu nehmen. Sie lassen an Hellsichtigkeit und Kaltblütigkeit nichts zu wünschen übrig.“ (Hans Magnus Enzensberger)

Carl-Henning Wijkmark

Carl-Henning Wijkmark

Carl-Henning Wijkmark (*1934 in Stockholm, † 4. September 2020) studierte in München und Lund Literaturgeschichte und Philosophie. Er war als Autor, Kulturjournalist und Übersetzer, unter anderem von Benjamin, Nietzsche und Lautréamont, tätig und hat ...

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U: 12.1.2006 Deutsches Schauspielhaus Hamburg (Regie: Crescentia Dünßer)