Jud Süß

3D / 11H

Der Jude Joseph Süß Oppenheimer, Finanzienrat des württembergischen Herzogs, wurde 1738 in Stuttgart hingerichtet - ein kaum verhüllter Justizmord. Pohl bündelt das historische Material zu einem subjektiven Porträt der Person Oppenheimers. Er zeigt nicht nur den Anderen, Fremden in einer konservativen Umgebung, sondern auch den unzeitgemäß Modernen, den "Global Player". Zentraler Schauplatz ist Oppenheimers Wohnschlafarbeitssalon, die Zeit: die letzten 24 Stunden vor dem Tod. Erst gipfelt Oppenheimers Rausch aus Arbeit, Liebe, Verführungskraft, Überheblichkeit und Sinnesfreude im fröhlichen Karnevalsfest. Dann aber folgt am nächsten Morgen das Erwachen im Albtraum, an dessen Ende das Spektakel der öffentlichen Hinrichtung steht, die bereits die monströsen Züge des deutschen Antisemitismus im 20. Jahrhundert trägt.

Klaus Pohl

Klaus Pohl

Klaus Pohl (*1952 in Rothenburg ob der Tauber) war nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin Schauspieler, u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspielhaus Zürich. Sein erstes Stück, Da nahm ...

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U: 4.12.1999 Staatstheater Stuttgart (R: Stephan Kimmig)

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