Begegnung

Tragödie ohne Pause
(Találkozás)
Deutsch von Ilma Rakusa
1D / 1H, 3 Musiker

Ein junger Mann trifft Maria, Mitte fünfzig, immer noch sehr attraktiv. Er könnte ihr Sohn sein, wofür auch die seltsame Überschneidung beider Biographien spricht. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Maria, aus ungarischem Adel, war mit einem wohlhabenden Juden verheiratet, der sie wegen seiner homosexuellen Neigungen verlässt. Später, als sie mit einem falschen Pass das Land verlassen will, wird sie verhaftet, brutal verhört und verurteilt. Sie führt danach unter falschem Namen ein "unauffälliges" Leben. In diese Zeit gehört eine wiederkehrende Erinnerung: Auf einem großen Platz begegnet sie regelmäßig einem Fremden - der Anfang einer merkwürdigen und faszinierenden Liebesgeschichte ohne Worte. Nach ihrer zweiten Liebesnacht verhaftet man Maria wieder, und sie erkennt in dem gegen sie ermittelnden "Genossen Staatsanwalt" ihren Geliebten. Ein Jahr später trifft sie auf demselben Platz noch einmal diesen Mann. Er verabschiedet sich von ihr und erschießt sich vor ihren Augen. Noch während Maria erzählt, bricht der junge Mann zusammen. Verwoben mit der Musik entsteht eine suggestive Atmosphäre zwischen Imagination, Traum und Wirklichkeit, die Nádas Meisterschaft in der Kunst der verdeckten Andeutungen zeigt.

Péter Nádas

Péter Nádas

Péter Nádas (*1942 in Budapest) wurde mit 16 Jahren Vollwaise. Nach einem Chemiestudium arbeitete er als Fotoreporter und Journalist. 1967 veröffentlichte er einen ersten Band mit Erzählungen. Sein erster Roman, Ende eines Familienromans (1979), ...

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U: 8.2.1985 Pesti Színház, Budapest (R: Péter Valló)

DSE: 23.11.1995 Tiroler Landestheater Innsbruck (R: Ulrich Greb)