Tropischer Baum

(Nettaiju)
Deutsch von Werner Schroeter und Carola Regnier
3D / 2H

Zwischen Vater und Sohn herrscht abgrundtiefer Hass. Schwester und Mutter drängen den Sohn zu einem Mord - für die Schwester soll er die Mutter töten, für die Mutter den Vater. Die Geschwister, inzestuös verstrickt, nehmen sich später das Leben. Die Mutter unterwirft sich aufs neue dem Vater. In ihren Garten pflanzt sie einen "Tropischen Baum", ein wucherndes Gewächs mit blutroten Blüten. Ein Symbol des Hasses, der alles ist, was den Eltern noch bleibt. Mishima hatte in der Zeitung von einem Mordfall in Südfrankreich gelesen. Eine junge Frau hatte einen reichen alten Bauern geheiratet, um an sein Vermögen zu kommen. Sie verführt ihren Stiefsohn und stiftet ihn zum Mord am Vater an. "Dieses Drama beeindruckte mich wegen der Kühnheit seiner Konzeption. Das Verbrechen hat mythische Qualität." (Mishima)

Yukio Mishima

Yukio Mishima

Mishima Yukio (*1925 in Tokio; gestorben 1970 in Tokio) studierte deutsches Recht an der Universität Tokio und arbeitete anschließend als Finanzbeamter. Nach acht Monaten kündigte er, um freier Schriftsteller zu werden. 1949 erschien Geständnis einer ...

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U: 7.1.1960 Daiichi seimei Hall, Tokio (R: Matsuura Takeo)

DSE: 20.6.1987 Düsseldorfer Schauspielhaus (R: Werner Schroeter)