Affäre Blum

3D / 4H

Das Stück basiert auf einem realen Fall aus der Weimarer Republik, der als "deutsche Affäre Dreyfus" Aufsehen erregte: Ein jüdischer Fabrikant gerät unschuldig in die Maschinerie einer reaktionären Justiz. Gabler, Kleinbürger und ehemaliger Freiheitskämpfer, lockt den arbeitslosen Buchhalter Platzer in sein Haus, beraubt ihn und fälscht die Unterschrift auf Platzers Schecks. Die Polizei kommt ihm auf die Spur, doch die Beamten mögen Gabler, zumal er im gleichen Freiheitscorps wie der Kommissar kämpfte. Deshalb gehen die Behörden dem Verbrechen nicht ernsthaft nach und geben dem Täter Gelegenheit, ein Lügengebäude zu errichten, das ihren reaktionären und antisemitischen Auffassungen entspricht. Weil der ermordete Platzer zuvor bei dem jüdischen Fabrikanten Blum gearbeitet hatte, lenken sie den Verdacht auf ihn. Als Blum verhaftet wird, nutzt Gabler die Chance, das Lügennetz immer dichter zu spinnen.

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U: 25.4.1961 Münchner Kammerspiele (R: August Everding)