Marija

Deutsch von Eva Gerberding
8D / 14H

Babels letztes Theaterstück spielt in den ersten Jahren der russischen Revolution. Es zeigt eine Welt in Auflösung und porträtiert Menschen, rührende, hilflose, aber auch zynisch-verkommene, die alle in die politische Umwälzung hineingerissen werden, in ihr untergehen oder von ihr profitieren. Der zarentreue General Mukownin sieht mit wachsender Verstörung, dass seine jüngere Tochter Ludmilla auf die schiefe Bahn gerät. Seine ältere Tochter Marija kämpft an der weit entfernten Front mit den Revolutionären für die Umgestaltung der Gesellschaft und wird auf der Bühne nie erscheinen, ist aber Zentrum der Familiengespräche, ständig präsent als Kraftpol und Sehnsuchtspunkt. Hilflos in der neuen Zeit, muss Mukownin erfahren, dass Ludmilla wegen Schwarzhandels verhaftet wurde. Er zerbricht daran.

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DSE: 27.11.1999 Schauspielhaus Zürich (R: Dieter Giesing)