Der Teufel und der liebe Gott

(Le Diable et le bon Dieu)
Deutsch von Uli Aumüller
4D / 21H

Die Zeit der deutschen Reformation und der Bauernkriege. Drei gegensätzliche Figuren ringen um ihre ethische und geistige Existenz: der Tatmensch Götz, der Geistliche Heinrich und der Schwärmer Nasty. Gefragt, warum er diesen geschichtlichen Hintergrund gewählt habe, antwortete Sartre: "Ich bin der Ansicht, dass die Ideologien, die sich heute gegenüberstehen, unser ganzes Menschenbild und unsere Transzendenz in Frage stellen. Ich glaube, dass die reformatorische These, derzufolge jedermann ein Prophet sei, viel aufschlussreicher ist als die These der Französischen Revolution, wonach alle Menschen von Geburt gleichberechtigt seien. Diese These des absoluten und religiösen Wertes, den jeder Mensch für alle anderen besitzt, ließ mich die Reformation und vor allem die bäuerlichen Propheten jener Zeit allen anderen geschichtlichen Situationen und Gestalten vorziehen."

Jean-Paul Sartre

Jean-Paul Sartre

Jean-Paul Sartre (*1905 in Paris, gestorben 1980 in Paris) studierte Philosophie und unterrichtete darin nach seinem Staatsexamen an Schulen in Le Havre, Laon und bis 1944 in Paris. Mit seinem 1943 erschienenen philosophischen Hauptwerk Das Sein und ...

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U: 7.6.1951 Théâtre Antoine, Paris (R: Louis Jouvet)

DSE: 30.10.1951 Deutsches Schauspielhaus Hamburg (R: Karl Heinz Stroux)