Die Nacht des Schicksals

Idee und Mitarbeit: Peter Stastny
2D / 2H

Anfang der Siebziger Jahre. Eine Familie ungarischer Juden kommt in der Schweiz zusammen, um das jüdische Neujahrsfest zu feiern. Den Sohn Peter, Professor in Berlin, beschäftigen immer noch die Kindheitserlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz, mit denen sein Vater Leopold nicht mehr konfrontiert werden will. Mit selbstzerstörerischer Penetranz hakt Peter nach. Unwillig beginnt der Vater zu erzählen, und man erfährt, dass die Familie sich ihr Überleben teuer erkaufen musste, während andere Angehörige brutal ermordet wurden. Leopolds und Peters Gespräche verdichten sich zum Verhör, bei dem nicht der Befragte, sondern der Fragende zerbricht. Angelehnt an die tatsächliche Geschichte der Familie Szondi, reflektiert Die Nacht des Schicksals das unlösbare Dilemma, zugleich Opfer und "Täter", schuldig und unschuldig zu sein, und stellt die Frage, wie es sich nach der Erfahrung des entsetzlichsten Schreckens überhaupt weiterleben lässt.

Klaus Pohl

Klaus Pohl

Klaus Pohl (*1952 in Rothenburg ob der Tauber) war nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin Schauspieler, u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspielhaus Zürich. Sein erstes Stück, Da nahm ...

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U: 9.12.2000 Theater der Stadt Heidelberg (R: Nikolaus Büchel)