Der Anatom

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Doktor Adler obduziert am Anatomischen Institut in Wien seit über dreißig Jahren Leichen und betreut die sechs Studenten, die pro Leiche zugelassen sind. Doch die Geschäfte laufen schlecht für den "Facharzt für nichterlebte Krankheiten". Aus Angst vor der Entlassung beibt er sogar nach Feierabend in seinem Keller sitzen. Die Warterei unter den Toten und das befürchtete Eintreffen des Kündigungsbriefes veranlassen den Anatom alter Schule, seinen Berufsstand philosophisch zu rechtfertigen. Er gewährt drastische wie plastische Einblicke in die tägliche Beobachtung der physischen Innenwelten. Seine "Zergliederungskunst " will er unter keinen Umständen von modernen Methoden abgelöst wissen. In makaberem Plauderton und melancholischen Reflexionen erzählt er von seiner Profession, bis er endgültig von seinem Posten verbannt wird.

Klaus Pohl

Klaus Pohl

Klaus Pohl (*1952 in Rothenburg ob der Tauber) war nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin Schauspieler, u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspielhaus Zürich. Sein erstes Stück, Da nahm ...

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U: Januar 2005, Burgtheater Wien (Regie: Klaus Pohl)