Waschtag

4H

Jeden Montag ist Waschtag, die ehemaligen Herren des Deutschen Reichs als Waschweiber im Gefängnis. Zehn Jahre oder zwanzig Jahre oder lebenslänglich, jeden Montag wird gewaschen. Am Ende monologisiert der Lebenslängliche mit der Waschmaschine. Eine Spielart absurden Theaters: Die Heroen von einst weigern sich, vom Sockel zu steigen. Eine politische Groteske: Die Männer sind unfähig, sich mit der Geschichte und der eigenen Rolle darin auseinander zu setzen. Selbstentlarvung durch Sprache und Denken: Die Komik entsteht aus dem Versuch der Nazis, sich der neuen Zeit anzupassen und konservativ zu werden.

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius (*1943 in Rom, aufgewachsen in Hessen) promovierte 1970 in Germanistik an der FU Berlin und war anschließend Lektor im Wagenbach Verlag, danach im Rotbuch Verlag. 1965 erschien sein erster Gedichtband Kerbholz. Neben Lyrik ...

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U: 26.3.1988 Wolfgang-Borchert-Theater, Münster (R: Wolfgang Rommerskirchen)