Die verlorene Ehre der Katharina Blum

oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
Besetzung variabel

Am Abend nach Weiberfastnacht wird Katharina Blum von Polizisten aus dem Bett gezerrt und abgeführt. Ihr einziges Vergehen ist es, eine Nacht mit dem gesuchten Verbrecher Ludwig Götten verbracht zu haben. Wie er – trotz Überwachung – aus ihrer Wohnung entkommen konnte, dazu sagt sie nichts. Mit dieser einen, zufälligen Begegnung gerät Katharina ins Visier der Sensationspresse. Vermutungen, Gerüchte, jedes noch so intime Detail ihres Privatlebens zerrt die ZEITUNG an die Öffentlichkeit, bis Katharina als eigentliche Verbrecherin dasteht. Ihr Arbeitgeber, ihre Familie, Nachbarn – niemand bleibt vom Strudel der Schmutzkampagne unberührt. Schließlich weiß sich Katharina nur noch mit einer radikalen Handlung zu helfen: Sie erschießt den Journalisten, der die Kampagne gegen sie am hartnäckigsten betreibt.

Bölls 1974 erschienene Erzählung über mediale Gewalt löste damals eine Diskussion über die Boulevardpresse aus und hat bis heute – in Zeiten von Shitstorms und Cybermobbing – nichts von ihrer Aktualität verloren.

Der Rowohlt Theater Verlag vertritt die Dramatisierungsrechte für den Roman und die Bühnenfassungen von Alexander Kratzer, Kristo Šagor, Margarethe von Trotta, Günther Fleckenstein und John von Düffel

Heinrich Böll

Heinrich Böll

Heinrich Böll (1917-1985) begann 1937 eine Buchhändlerlehre in Köln. In diese Zeit fielen auch erste schriftstellerische Versuche. Im Sommersemester 1939 begann er sein Studium der Germanistik und Altphilologie. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft ...

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